Die Natur ist eine Meister-Künstlerin, ich möchte mit meinen Bildern davon künden
 

Burg Rabenstein

Die Höhenburg liegt auf dem Steilen Hagen, einer 153  m ü. NN hohen Erhebung im Naturpark Hoher Fläming. Sie liegt in der Nähe der Anschlussstelle Klein Marzehns der A 9. Der nächste Bahnhof befindet sich in Bad Belzig. Unterhalb der Burg verläuft der Europaradwanderweg R1.

 


Zwischen 1209 und 1212 wurde die Burg Rabenstein erbaut. Sie sollte im Hohen Fläming den Übergang über die Plane auf der Landstraße zwischen den Städten Wittenberg und Brandenburg an der Havel kontrollieren helfen. 1251 und 1277 wurde die Burg urkundlich erwähnt. 1296, zwei Jahre vor seinem Tod, hielt sich Albrecht II., Herzog von Sachsen-Wittenberg, in der Burg auf. 1298 wurde die Anlage vom brandenburgischen Markgrafen Hermann erstmals bekundet belagert, und 1377 wurde das unterhalb der Burg liegende Dorf Raben erstmals urkundlich erwähnt.

Im Jahr 1395 kam es rund um die Burg wieder zu kriegerischen Auseinandersetzungen, und Rabenstein wurde von magdeburgischen Truppen in Brand geschossen. 1428 wurden von der Burg 14 Dörfer und die Gemarkung von 17 Wüstungen verwaltet. Der Amtmann auf der Burg war zu dieser Zeit ein gewisser Albrecht von Leipzig. 1453 kam Rabenstein als Lehen an die Familien von Oppen, ehe es vor 1482 wieder in kurfürstlich-sächsischen Besitz überging.

1625 kaufte ein Professor der Universität Wittenberg namens Unruh die Burg und das Gut für 20.000 Taler. [1] Nur wenige Jahre später im Dreißigjährigen Krieg 1636 wurde die mittelalterliche Burg Rabenstein von schwedischen Truppen geplündert. 1663 erbte die Familie Leyser die Anlage samt Gut. Im Bergfried wurde 1717 eine Kapelle eingeweiht. Weitere Besitzer Rabensteins waren die Familien Loesecke, Laue und Grust. 1786 erwarb der anhaltinische Hofmarschall Carl August von Stangen die Anlage, und 1802 beziehungsweise 1804 kaufte die Herzogsfamilie von Anhalt-Dessau Rabenstein mitsamt dem zugehörigen Gut. Während der Befreiungskriege bezog Jean-Baptiste Bernadotte, der spätere schwedische König Karl XIV. Johann, für einige Tage sein Hauptquartier in der Burg. Nach der Niederlage der Franzosen und der mit ihnen verbündeten Sachsen wurde auf dem anschließenden Wiener Kongress im Jahr 1815 die Region um Raben und damit auch die Burganlage politisch endgültig Brandenburg beziehungsweise Preußen zugeschlagen. Besitzer blieben die Herzöge von Anhalt-Dessau beziehungsweise Anhalt. In der Folge wurde auf Rabenstein weiter ein land- beziehungsweise forstwirtschaftlicher Betrieb etabliert. Eine militärische Bedeutung kam der Burg nicht mehr zu.

In den 1920er Jahren musste die Burg Rabenstein wegen Baufälligkeit gesperrt werden. Nach dem Jahr 1935 wurden an der beschädigten Burg Sanierungsarbeiten vorgenommen, ehe sie im Zuge der Bodenreform 1945 enteignet wurde. In die Burg Rabenstein zog daraufhin eine Forstschule, und 1956 wurde in ihr eine Jugendherberge eröffnet, die bis 1996 betrieben wurde. Erst nach 1990 wurden wieder umfangreiche Sanierungen an der Anlage vorgenommen, ehe sie in kommunalen Besitz überging. Eigentümer ist heute die Gemeinde Rabenstein/Fläming.

Textquelle: Wikipedia